Niederösterreich
Konzept, Design, Umsetzung, Produktionsabwicklung und -betreuung
Kulturfabrik Hainburg Architekten: Gerhard Abel, Paul Linsbauer, Oliver Cmyral / pla.net Werbelinie / Sujet: Unique Kurator: Ernst Bruckmüller
Erobern - Entdecken - Erleben. Diese Themen der Landesausstellung waren für uns Ausgangspunkt für das grafische Konzept. Den Raum, in dem - und mit dem - wir dieses Konzept umsetzen konnten, haben die Architekten auf faszinierende Art als Landschaft konzipiert.
In diese Ausstellungslandschaft habe wir die Headlines der großen Themenbereiche tief einfräsen und von innen hinterleuchten lassen. Die von einem Kalligrafen umsetzten Titel zu den Texten entsprechen der spontanen, oft improvisierten und individuellen Natur des Entdeckens und Eroberns. An exponierten Punkten konfrontieren formatfüllende Bilder (oft kombiniert mit Landkarten, Infografiken, Illustrationen) die Besucher mit den entsprechenden Themen. Ornamente, Farben und Muster, die die Ästhetik der behandelten Weltregionen zitieren, und leuchtende, historische Globen schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Auch das Leitsystem mit eigens entworfenen Icons wurde von uns konzipiert und gestaltet.
Anlog dazu wurde auch der Katalog von uns entwickelt.
Fotos: Klaus Pichler
               
Österreichisches Theatermuseum
Grafik- und Typo-Konzept, Ausarbeitung, Prooduktionsabwicklung und -betreuung
Architekten: vana-architekten Kuratorin: Vana Greisenegger-Georgila
Die Ausstellung im Österreichischen Theatermuseum versucht nachzuzeichnen, wie oft und facettenreich die Fantasie der Theaterschaffenden in die wilde Natur flüchtete, um eine Gegenwelt darzustellen. Es werden Werke u. a. von Josef Hoffmann, Adolphe Appia, Edward Gordon Craig, Alfred Roller oder Caspar Neher präsentiert.
Die Grafik orientiert sich stark an der Ausstellungsarchitektur, arbeitet zurückhaltend mit deren Farben und Materialien. Konträr dazu die Titel der Bereiche, die in exzessiver Handschrift umgesetzt wurden.
Auch der Katalog zu der Ausstellung wurde von uns gestaltet.
Fotos: Kunsthistorisches Museum
Österreichisches Theatermuseum
Grafik- und Typo-Konzept, Design, Ausarbeitung, Produktionsabwicklung und -betreuung
Architekten: Blaich + Delugan Kurator: Reinhold Kubik
Das Österreichische Theatermuseum eröffnete im März 2010 anlässlich des 150-jährigen Jubiläums seines Geburtstages die Ausstellung "Gustav Mahler und Wien" und damit auch die generalsanierten Räumlichkeiten in der Beletage des Palais Lobkowitz. Die Wirkung Wiens auf das Musikgenie und Mahlers Einfluss auf die damalige Reichshaupt- und Residenzstadt - vor allem in seiner Funktion als (Hof-) Operndirektor - standen im Mittelpunkt der Schau.
Die Spannung im Schaffen Mahlers, die erheblich durch seine Stellung im
Übergang von der Spätromantik zur Moderne entsteht, wird in der
Typografie durch die Kombination von einer klassizistisch inspirierten
Antiqua mit einer Grotesk-Schrift aus der Zeit Mahlers (Akzidenz
Grotesk) visuell umgesetzt. Drei intensive Farben setzen die drei wichtigsten Stationen in Mahlers Leben in Szene.
Auch der Buchkatalog zur Ausstellung wurde von uns gestaltet.
Fotos: Kunsthistorisches Museum
         
Völkerkundemuseum Wien
Grafik- und Typo-Konzept, Design, Ausarbeitung, Produktionsabwicklung und -betreuung
Architekt: Arno Grünberger / Spurwien Kurator: Chrisitian Schicklgruber
Ho-Chi-Minh-Devotionalien, Vietnamesischen Wassertheaterpuppen, Statuen der Khmer, Buddhastatuen aus Thailand, Kopfjagdtrophäen, Kunstobjekte und Ethnographica aus Japan - das sind nur einige wenige der hier präsentierten Objekte aus der zehntausende Objekte zählenden Sammlung.
Für die Präsentation in den historischen Räumen der Neuen Burg am Heldenplatz kam nur die hochwertigste und neueste Technik zur Anwendung. Die Objektbeschriftungen sind mit Plasma-Leuchtfolien hinterlegt, großflächige Bilder auf LED-Paneele kaschiert und mit Texten, Karten und Monitoren kombiniert. Texte auf farbig leuchtenden Stelen informieren über die verschiedenen Themen. Als Schrift haben wir die zeitlos neutrale, gleichzeitig starke Plus Sans von Jürgen Huber / MetaDesign gewählt, da sie den hohen Anforderungen souverän gerecht wird.
Fotos: Kunsthistorisches Museum
     
Villa Stuck München
Grafisches Konzept, Design, Ausarbeitung, Produktionsabwicklung und -betreuung
Architekten: Blaich + Delugan Kuratoren: Michael Buhrs, Barbara Lesák
Im Oktober 1907 wurde in Wien v.a. von Protagonisten der „Wiener Werkstätte“, wie Josef Hoffmann und Koloman Moser, das "Theater und Kabarett Fledermaus" eröffnet. Mit dem Anspruch, ein alle Kunstsparten überschreitendes Gesamtkunstwerks zu schaffen, konnte Künstler wie Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Peter Altenberg, Alfred Polgar oder Egon Friedell gewonnen werden, die zu diesem legendären Experiment der Wiener Moderne beitrugen.
Mittels Reduktion haben wir versucht, die Essenz aus all den zukunftsweisend kreativen Leistungen dieses Milieus heraus zu filtern, um diese als Basis für unser Design einzusetzen.
Fotos: Blaich + Delugan
Jüdisches Museum Wien
Grafische Umsetzung der Ausstellung
Architekt: August Sarnitz Kurator: Angeli Sachs
Jüdische Identität in der zeitgenössischen Architektur
Kann Architektur jüdischer Identität Form verleihen? Die Ausstellung "Eine Zeit zum Bauen. Jüdische Identität in der Zeitgenössischen Architektur" zeigte einen internationalen Überblick über Architekturprojekte für jüdische Einrichtungen am Ende des 20. Jahrhunderts, darunter weltweit Aufsehen erregende Entwürfe und Bauten von Architekten wie Frank O. Gehry, Moshe Safdie, Mario Botta, Daniel Libeskind und Adolf Krischanitz. (Jüdisches Museum Wien)
Fotos: Artex
Schallaburg
Design, Typo-Konzept, Ausarbeitung, Produktionsabwicklung und -betreuung
Architekt: Arno Grünberger / Spurwien Kurator: Matthias Pfaffenbichler
Die Ausstellung widmet sich dem Leben Napoleons, von seiner Jugend als französischer Kadett bis zu seinem Tod auf St. Helena. Napoleon wird in der ganzen Breite seiner faszinierenden Persönlichkeit dargestellt. Die Ausstellung zeigt ihn nicht nur als großen General und Politiker, sondern auch als Verwaltungsfachmann und Gesetzesinitiator, als Förderer der Künste sowie als Familienmensch.
Detaillierte Landkarten zeigen die Expansion seines Reiches, aufwendig gestaltete und produzierte Schlachtpläne unter anderem die Gründe für dessen Niedergang. Die dem klassizistischen Formprinzip zugehörige Helvetica wird bei den Headlines mit der Didot (Firmin Didot, 1764 - 1836) kombiniert.
Fotos: Kunsthistorisches Museum
Kunsthalle Leoben
Grafische Umsetzung der Ausstellung
Architekt: Arno Grünberger / Spurwien Kurator: Wilfried Seipel
Sensationsfunde aus den Fürstengräbern der Skythen und Sarmaten
Die mehr als 200 überaus kostbaren Objekte der Ausstellung - eindrucksvolle Hinterlassenschaften der Skythen und Sarmaten aus purem Gold und mit kostbaren Edelsteinen und aufwendigen Ornamenten verziert - sind Leihgaben u.a. der Staatlichen Eremitage Sankt Petersburg und des Nationalmuseums Kiew. Gemeinsam mit neuen und entscheidenden wissenschaftlichen Erkenntnissen gewähren sie einen faszinierenden Blick in die Traditionen, den Reichtum und die Kunstfertigkeit dieser bislang wenig bekannten, außerordentlichen Kulturen.
Fotos: Kunsthistorisches Museum
Österreichisches Theatermuseum
Grafisches Konzept, Design, Ausarbeitung, Produktionsabwicklung und -betreuung
Architekten: Vana-Architekten Kuratoren: Wolfgang Greisenegger, Tadeusz Kreszowiak
Die Geschichte des Theaters ist auch eine Geschichte von Licht und Beleuchtung, von körperlosen Schatten und Schatten werfenden Körpern als Instrument der Interpretation einer mehr als 2000-jährigen Kulturgeschichte. Die Ausstellung versucht die technische und künstlerische Geschichte des Bühnenlichts nachzuzeichnen, aber auch die neuesten Entwicklungen vorzustellen.
Bei der grafischen Umsetzung dieser Themen konnten wir die klassischen Präsentations-Formen verlassen und - mehr als sonst üblich - mit Spiegelungen, Projektionen, Licht und Schatten arbeiten.
Auch der Buchkatalog zur Ausstellung wurde von uns gestaltet.
Fotos: Kunsthistorisches Museum
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